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Das Zeitalter des Lebendigen


Das Zeitalter des Lebendigen

Eine neue Philosophie der Aufklärung

von: Corine Pelluchon

39,99 €

Verlag: WBG Academic
Format: EPUB
Veröffentl.: 20.10.2021
ISBN/EAN: 9783534747115
Sprache: deutsch
Anzahl Seiten: 320

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Beschreibungen

<p><strong>Hat die Aufklärung für unsere moderne Gesellschaft noch eine Bedeutung?</strong></p>
<p>Können wir uns in einer Zeit, die von Nationalismus, Umweltzerstörung, Gesundheitskrisen sowie wachsender Ungleichheit geprägt ist, nach wie vor auf das emanzipatorische Ideal der Philosophie der Aufklärung berufen?</p>
<p>Corine Pelluchon ist Professorin für Philosophie mit den Schwerpunkten Moralphilosophie, Politische Philosophie und angewandte Ethik. In ihrem Buch skizziert sie das Projekt einer neuen Aufklärung, die der Gefahr des Zusammenbruchs unserer Zivilisation begegnen soll:</p>
<ul>
<li>Das neue, zukunftsweisende Buch der französischen Philosophin</li>
<li>Die Aufklärung als kritisches Hinterfragen und als Prozess</li>
<li>Zwischen Universalismus und Geschichtlichkeit: Europa als Erbe und Verheißung</li>
<li>Tierrechte und Menschenrechte: Wie kann ein neuer Humanismus aussehen?</li>
<li>Das Projekt einer demokratischen und ökologischen Gesellschaft</li>
</ul>
<p><strong>Können wir Freiheiten und ökologische Zwänge in Einklang bringen?</strong></p>
<p>In Anerkennung unserer Abhängigkeit von der Natur und den anderen Lebewesen, aber ohne auf philosophisch-wissenschaftliche Rationalität zu verzichten, wendet sich Corine Pelluchon gegen eine Gegenaufklärung, die eine hierarchische oder theokratische Gesellschaft wiederherstellen will. Genauso richtet sie sich auch gegen postmoderne Denker:innen, die postulieren, dass jeder Universalismus notwendigerweise hegemonial ist. Ihr Ziel ist eine demokratische und ökologische Gesellschaft, in der die Herrschaft über andere Menschen und die Herrschaft über die Natur (die Natur um uns und unsere eigene menschliche Natur) ein Ende hat.</p>
<p>Nach ihren Werken »Ethik der Wertschätzung: Tugenden für eine ungewisse Welt« und »Wovon wir leben: Eine Philosophie der Ernährung und der Umwelt« erweist sich Corine Pelluchon auch in ihrem neuen Buch als radikale und visionäre Denkerin!</p>
Corine Pelluchons Projekt einer neuen Aufklärung im Zeitalter des Lebendigen überwindet den Natur-Kultur-Dualismus der ersten Aufklärung und ebnet den Weg in eine demokratische und ökologische Gesellschaft, die die Würde und Bedürfnisse der Menschen wie der nichtmenschlichen Mitwelt respektiert.
Einleitung 11
Die Aufklärung als kritisches Hinterfragen und als Prozess 11
Das Projekt der Aufklärung und die Gegenaufklärung 16
Nach der Verfinsterung der Aufklärung 23
Die Aufklärung im Zeitalter des Lebendigen 28
Kapitel 1 Vernunft und Herrschaft 35
Die reflexive Vernunft und die Überwindung des Negativen 37
Ausgehen von der Kritischen Theorie 37
Genealogie des Nihilismus 44
Alte und neue Aporien 50
Der Hass auf den Körper und auf das Andersartige 50
Das Subjekt verändern, um die Realität zu ändern 57
Todeskultur versus Zeitalter des Lebendigen 61
Kapitel 2 Die Aufklärung und das Lebendige 69
Die Phänomenologie des Lebendigen und die laterale Aufklärung 71
Die Lebenswelt. 71
Das Erwachen der Wahrnehmungswelt 74
Existenz und Leben 78
Evolution und Geschichte 86
Individuum, Variabilität und Sterblichkeit 86
Kontingenz und Verantwortung 93
Schema, zivilisatorische Epoché und Komplexität 99
Nach den Menschenrechten 105
Die Auseinandersetzung über die Menschenrechte 105
Ein neuer Humanismus 113
Kapitel 3 Die wiedergewonnene Autonomie 119
Individuelle Emanzipation als Bruch mit dem Bestehenden 121
Autonomie und Emanzipation. Das Beispiel des Feminismus 121
Emanzipation von was, von wem, wie? 129
Von der Krise zur Bezeugung 139
Autonomie und gemeinsame Welt 142
Transdeszendenz, individuelle Kreativität und das kollektive Imaginäre 142
Die Bauern, Pioniere der Aufklärung im Zeitalter des Lebendigen 149
Arbeit und Bildung ausgehend von der Wertschätzung begreifen 155
Kapitel 4 Das Projekt einer demokratischen und ökologischen Gesellschaft 165
Die Ökologie als Emanzipationsprojekt 167
Die Demokratie als offene Gesellschaft und ihre Feinde 167
Das Projekt einer autonomen Gesellschaft und das instituierende Imaginäre 170
Die emanzipatorische Kraft der Ökologie 175
Die Transformation der Demokratie im Zeitalter des Lebendigen 182
Dezentralisierung der Demokratie 182
Die Aufklärung gegen den Neoliberalismus und die Rolle der Minderheiten 189
Revolution, Gewalt und Entschlossenheit 196
Kapitel 5 Technik und gemeinsame Welt 201
Phänomenologie der Technik 203
Den Gegensatz von Technik und Kultur hinterfragen 203
Technik als Existenzial 210
Schemata und Technik 218
Die Unbegrenztheit der Mittel und der Zusammenhang von Technik und Krieg 218
Unmenschlichkeit und Totalitarismus 224
Der Transhumanismus als Gegenaufklärung 226
Eine Kultur für die Technik: Hindernisse und Erziehung 232
Das prometheische Gefälle und die Welt Eichmanns 232
Raum, Zeit und Staatsbürgerschaft im digitalen Zeitalter 239
Verschwörungswahn versus Wertschätzung 243
Kapitel 6 Europa als Erbe und Verheißung 249
Europa zwischen Universalismus und Geschichtlichkeit 251
Der philosophische Sinn Europas 251
Von Sokrates zu Patocka. Sorge für die Seele und Engagement 255
Vernunft und Wertschätzung 263
Die Europäische Union: ihr Telos, ihr Nomos und ihr Ethos 269
Die Konstruktion der Europäischen Union als Herausforderung 269
Die großen Baustellen von heute und das neue Telos Europas 274
Mittelmeerisches Denken und das Kosmopolitische der Wertschätzung 280
Schluss 287
Die doppelte Amputation der Vernunft 287
Schemata und Zivilisation 292
Ökologie und Universalismus im Kontext 296
Bibliografie 303
Personenregister 317
<p>»Im Detail ist das Ergebnis reich an Einsichten, Anregungen und Engagement. Corine Pelluchon leistet ihren Beitrag zu den konzeptionellen Anstrengungen, die die Herausforderungen der Zeit verlangen, nicht zuletzt um Freiheiten und ökologische Zwänge in Einklang zu bringen.« Roger Pol-Droit, Le Monde</p>
<p>»Eine unverzichtbare Lektüre.« Psychologies Magazine</p>
<p></p>
Corine Pelluchon ist Professorin für Philosophie an der Université Gustave Eiffel (Marne-La-Vallée), Mitglied des Hannah Arendt Interdisciplinary Laboratory for Political Studies sowie Fellow bei The New Institute in Hamburg. Ihr Schwerpunkt liegt auf Moralphilosophie, politischer Philosophie und angewandter Ethik (Medizin-, Umwelt- und Tierethik). Prof. Dr. Pelluchon ist Trägerin des Günther Anders-Preises für kritisches Denken 2020.

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